Warum gibt es Regelungen und Teilnahmevoraussetzungen in der Hundeschule?

Wie sicher einigen schon aufgefallen ist, gibt es in meiner Hundeschule bestimmte Regelungen und Teilnahmevoraussetzungen. Warum aber gibt es diese Regelungen und Voraussetzungen? Das erkläre ich euch im Folgenden:

 

Beginnen wir mit den Allgmeinen Geschäftsbedingungen (kurz: AGB´s).

 

Diese Regeln das Vertragsverhältnis zwischen der Hundeschule und dem Kunden und fassen alle Vertragsbedingungen zusammen. Meine Kunden können sich hier über den Vertagsgegenstand und -abschluss, die Zahlungsbedingungen, den allg. Teilnahmevoraussetzungen, dem Rücktritt und der Kündigung informieren. Durch die AGB´s wird vermieden, dass die Vertragsbedingungen mit jedem Kunden neu besprochen werden müssen. Außerdem bekommt man dadurch eine Übersicht, welche Rechte und Pflichten zwischen den Vertragspartnern festgelegt sind. Dies vereinfacht vieles direkt im Vorfeld.

 

Ein Punkt in meinen AGB´s sind die Teilnahmevoraussetzungen. Diese setzen sich u.a. aus Auflagen des zuständigen Veterinäramtes zusammen. So z.B. der Teil mit der ordnungsgemäßen behördlichen Anmeldung des Hundes (was für mich selbstverständlich ist) und dem gültigen Impfschutz. Der Impfschutz richtet sich hier nach den empfohlenen Impfungen "Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet.). Was das Impfen betrifft, gehen die Meinungen stark auseinander. Ich persönlich, bin kein Impfgegner, denn das Ganze hat ja einen Sinn. Nehmen wir hier mal die Staupe als Beispiel oder auch Parvovirose. Dies sind keine Krankheiten die gänzlich ausgerottet sind und immer mal wieder auftreten. Die Staupe verläuft oftmals tödlich, da sie sich nicht gezielt behandeln lässt. D.h. aber nicht, dass man einfach wild drauf los impfen sollte und dies Jahr für Jahr einfach wiederholt. Die meisten Impfstoffe müssen mittlerweile nicht mehr jährlich verabreicht werden und bei manchen Impfungen kann man auch den Titer bestimmen lassen. Hier möchte ich jetzt weiter aber nicht auf die Thematik eingehen. Es bleibt jedem Selbst überlassen, wie er damit umgeht.

 

Ebenfalls wird bei den Teilnahmevoraussetzungen etwas für mich ganz Wichtiges schon vorab festgehalten. Dies betrifft Hilfsmittel und den Umgang mit dem Hund. Die Nutzung von Würgehalsbändern, Stachelhalsbändern und Strakzwangmethoden ist untersagt. Wer seinen Hund aversiv oder tierschutzwidrig behandelt, kann vom Training ausgeschlossen werden. Durch die Teilnahmevoraussetzungen ist für jeden direkt ersichtlich, dass so etwas bei mir nicht gestattet ist.  Es ist alleine schon traurig, dass man das heutzutage überhaupt noch erwähnen muss.

 

Meine AGB´s findet ihr übrigens unter https://www.hundsverrueckt.de/service/agb-s/

 

Kommen wir nun zu den weiteren Voraussetzungen für meine verschiedenen Angebote. Welche Vorgaben für das jeweilige Angebot gelten, findet ihr auf meiner Homepage immer direkt beim Angebot selbst. Ich liebe es ja, wenn man schnell eine Übersicht hat.

 

Damit das Training entspannt ablaufen kann und ein gutes Lernklima geschaffen wird, sind manche Voraussetzungen in meine Augen nötig. Und euch verschafft es den Vorteil, bereits vorab zu wissen, was von mir vorausgesetzt wird.

 

Ich möchte euch das einmal am Beispiel eines Brustgeschirres und einer längeren Leine erklären. Unter meinen Voraussetzungen zur Teilnahme findet ihr eigentlich immer ein Brustgeschirr und eine längere Leine.

 

Warum ich ein Brustgeschirr im Training bevorzuge, findet ihr hier Das Brustgeschirr

 

In meinem Training wird meist eine Leine von 2,50 m oder 3 m genutzt. Dies hat einen ganz einfachen Grund. Der Hund benötigt auch an der Leine einen bestimmten Spielraum, z.B. um Erkundungsverhalten zeigen zu können. An der kurzen Leine wird es für ihn schwierig, sich mit seiner Umwelt auseinander zu setzen.  Der Hund bekommt die Chance erwünschtes Verhalten zu zeigen und er lernt leichter, an einer längeren Leine leinenführig zu laufen. Für manche meiner Angebote muss dann auch mal eine Schleppleine her, z.B. beim Training mit jagdlich ambitionierten Hunden. Hier dient die Schleppleine der Sicherung des Hundes.

 

Ob ein Halsband in meinem Training im Einzelfall verwendet werden darf, hängt von bestimmten Faktoren ab. Zum einen liegt es am Angebot selber. Ist in einem meiner Kurse eine lange Leine nötig, muss ein Brustgeschirr verwendet werden. An einem Halsband befestigt man keine lange Leine (für mich alles was über 2,50 m geht), denn dies kann zu schweren Verletzungen führen. Der zweite Faktor ist, dass der Hund in keiner Situation am Halsband ziehen oder gewürgt werden oder in das Halsband rennen darf. Dies kann ebenfalls zu Verletzungen führen und mit Nebenwirkungen im Training verbunden sein.

 

Bei Kursen, an denen mehr als ein Hund teilnimmt, spielt natürlich auch die Sozialverträglichkeit eine Rolle. Für einen Hund, der Probleme mit Artgenossen hat, aber auch für die anderen teilnehmenden Hunde, wird es nicht sehr spaßig ablaufen, wenn die Erregung steigt und die Hunde ungehalten reagieren. Dies ist kein angenehmes Lernklima, egal für wen. Die Sache mit dem Lernklima gilt natürlich auch für gravierende Probleme mit Wild, Fahrradfahrern, Joggern und Co. Dies sollte zuvor im Einzeltraining trainiert werden.

 

Auch eine bedingte Leinenführigkeit ist wichtig bei bestimmten Angeboten. Ein Hund, der bei einer 3 stündigen Hundewanderung permanent an der Leine zieht, mit dem macht wandern keinen Spaß. Und angenehm für den Hund ist dies erst recht nicht. Das ist Stress für alle Parteien.

 

Gehen wir über zum Erstgespräch. Tja, warum eigentlich ein Erstgespräch?

 

Das Erstgespräch dient dem ersten Kennenlernen. Ihr lernt mich kennen und ich euch und euren Hund. Vielleicht stimmt die Chemie zwischen uns, vielleicht auch nicht. Für mich ist es wichtig, dass man sich im Training auch wohl fühlt und Sympathie spielt da halt auch eine Rolle. Im Erstgespräch können wir euren Trainigsstand und eure "Baustellen" besprechen. Anschließend können wir dort starten, wo ihr zurzeit steht oder ich kann die passende Gruppe für euch wählen. Natürlich könnte man das Erstgespräch auch in eine Einzelstunde legen, aber allein aus Kostengründen wäre dies für euch nachteilig. Denn die Zeit bleibt dieselbe und dann zahlt ihr den Preis eines Einzeltrainings. Dazu kommt noch, dass ich über euch als Team kaum etwas weiß ohne ein vorheriges Kennenlernen und dies dann nachholen müsste, wo der Hund evtl. schon Problemverhalten zeigt. Das ist sicherlich nicht sehr effektiv.

 

All diese Regelungen und Voraussetzungen auf meiner Homepage helfen euch dabei einen Einblick zu bekommen und zu entscheiden, ob meine Hundeschule die richtige für euch ist. Es ist quasi schon ein vorab Kennenlernen meiner Person. Ich stehe hinter diesen Vorgaben und habe mir auch lange Gedanken dazu gemacht. Mir ist es sehr wichtig, wie mit dem Hund gearbeitet und umgegangen wird. Ich setze in der Mensch-Hund-Beziehung auf Fairness, Respekt, Kooperation und ein freundliches Miteinander. Dies erreiche ich nicht über Druck und Zwang.

 

Wie ich arbeite könnt ihr hier nachlesen Meine Art des Trainings

 

Ich hoffe dieser Blogbeitrag hat etwas Licht ins Dunkle gebracht, warum es in meiner Hundeschule Regelungen und Teilnahmevoraussetzungen gibt. Falls ihr Fragen habt, schreibt mir gerne eine Mail (training@hundsverrueckt.de).